{"id":76,"date":"2012-10-06T00:05:28","date_gmt":"2012-10-05T22:05:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roellig-it.de\/?p=76"},"modified":"2015-12-06T23:40:16","modified_gmt":"2015-12-06T22:40:16","slug":"mailsammler-umzuege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/2012\/10\/06\/mailsammler-umzuege\/","title":{"rendered":"Mailsammler Umz\u00fcge&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; finde ich meist Nervig.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wenn man aber seinen Lebensunterhalt davon bestreitet, lernt man vieles zu ertragen. Bei diesen Kunden, ein kleines Unternehmen mit 50 Mitarbeitern, knapp 80 Mailadressen auf 4 Domains und 2 Faxserver, haben die Mailnutzer aber die Angewohnheit fast alles was an Mails und Faxen reinkommt auch zu behalten.<\/p>\n<p>Solche Sammelleidenschaften finde ich letzter Zeit relativ h\u00e4ufig und Spiegeln dann auch die Mailboxgr\u00f6\u00dfen von 100 GB, das ist die gr\u00f6\u00dfte Mailbox, und knapp 200 Unterordnern wieder. Insgesamt liegen auf dem alten Mailserver rund 6 TB an Maildaten rum. Was den meisten Platzt frisst sind aber die Anh\u00e4nge in diversen Formaten. PDF Kataloge und Angebote mit 20 MB des Kunden und diverser Klienten des Kunden sind da h\u00e4ufig zu finden.<\/p>\n<p>Was ich dem Kunden und seinen Mitarbeitern sehr hoch Anrechne ist das diese eine extrem gut Organisierte Ordnerstruktur haben und die Mitarbeiter mit dem alten Horde H4 Interface richtig gut umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Problem was der Kunde aber mit seinem Mailsystem hat ist nicht mal die Gr\u00f6\u00dfe oder den Aufwand den er damit hat, NEIN sein alter Systemadministrator hat ihm einfach mal das Gesch\u00e4ftsverh\u00e4ltnis gek\u00fcndigt und ist zudem Still und Leise Pleite gegangen. Damit war nat\u00fcrlich auch der SLA Vertrag nichtig.<\/p>\n<p>Daher ist er auch bei mir gelandet, da wir schon einige male bei dem Kunden was an seiner Telefon und Netzwerk Installation gemacht hatten. Also Angebot geschrieben eine Paar Besprechungen hinter Verschlossenen T\u00fcren gef\u00fchrt und den Auftrag Unterschrieben bekommen.<\/p>\n<p>Das aufwendigste an der ganzen Sache war das umziehen des Mailserver Systems vom alten Anbieter in unsere Systeme. Als erstes habe ich mal das System erkundet und mir angesehen was da so alles l\u00e4uft. Bis auf den Apachen, MySQL und Postfix mit Cyrus war da nichts au\u00dfergew\u00f6hnliches am Laufen. NUR das System war Relativ alt und zudem ein Debian Lenny!! Was soll man dazu noch Sagen!! Da der Kunde kein eigenes System mehr haben wollte bekommt er nun den ben\u00f6tigten Platz in unserem System. Somit m\u00fcssen wir von unserer Seite aus uns nicht um das Kundenserver System k\u00fcmmern und es spart auch Ressourcen und macht die ganze Sache nat\u00fcrlich Preiswerter.<\/p>\n<p>Da die Verf\u00fcgbarkeit in unserem Mailcluster anders gew\u00e4hrleistet werden kann als auf einem Kundensystem macht das den SLA Vertrag auch entsprechend einfacher.<\/p>\n<p>Um das ganze System zu Migrieren kann man dank Cyrus eine Mailbox direkt zwischen zwei Cyrus Servern mit Xfer Kopieren. Der Transfer bei 100 GB Mailboxgr\u00f6\u00dfe dauert nat\u00fcrlich seine Zeit aber mit Xfer geht das ziemlich zuverl\u00e4ssig, auch \u00fcber verschiedene Versionsnummern zwischen den Cyrusservern. Der andere Vorteil ist das s\u00e4mtliche Attribute komplett erhalten bleiben und auch alle Shared Ordner erhalten bleiben, nat\u00fcrlich so lange der andere Cyrusserver Shared Mailboxen erlaubt und die Namensr\u00e4ume gleich sind.<\/p>\n<p>Da der Kunde seine User \u00fcber eine MySQL DB verwaltet m\u00fcssen wir da einige Handgriffe einsetzen da unser System die Benutzerwaltung komplett \u00fcber LDAP macht. Daher bekommt man auch nicht so einfach die Passw\u00f6rter f\u00fcr Mailaccounts aus der Datenbank um das zu umgehen werden zum Transferieren der Mailboxen die Passw\u00f6rter \u00fcber Nacht per Hand in der Datenbank ge\u00e4ndert und nach Abschluss des Transfers wieder zur\u00fcckgesetzt. Ist zwar nicht die Feine Englische Art aber spart eine Menge Arbeit.<\/p>\n<p>Das Transferieren der Mailboxen geht in zwei Stufen \u00fcber die B\u00fchne. Die erste Stufe ist das Anlegen der Benutzer in unserem LDAP System die Passworte in beiden Systemen gleich machen und das komplette Kopieren, per Cyrus Xfer, der Mailboxen. Problem an der Sache ist das der Kundenserver nur per 100 MBit angebunden ist unser aber mit 20 GBit Redundant. Hat also zu Folge das man immer nur eine Mailbox Kopieren kann um das System nicht l\u00e4ngere Zeit zu Blockieren. Nach dem erfolgreichen Kopieren der gesamten Mailboxen wird nun Postfix Scharf geschaltet der von nun an als erster Mailexchanger im DNS auftaucht. Da wir es nicht in einer Nacht geschaft haben alle Mailboxen zu Kopieren laufen neue Mails \u00fcber unser Postfixrelay in das alte System, somit geht keine Mail verloren und wir haben schon mal einen Schnappschuss der alten Mailbox.<\/p>\n<p>Der zweite Schritt besteht im wesentlichen daraus das System \u00fcber Nacht komplett zu \u00fcbernehmen, dazu werden nochmals alle Mailboxen in einem Schwung mit Xfer Kopiert, da auf dem neuen System ja schon die Basis besteht werden auch nur neue Mails oder ge\u00e4nderte Attribute \u00fcbertragen. Der Postfix auf dem Altsystem wird so umgebogen das er nun alles zu ins in das neue System Relayt und unser Postfix wird so scharf geschaltet das er nun f\u00fcr diese Domains als Endpunkt dient und diese nun an unseren Lokalen Cyrus ausliefert. Danach noch alle Sievescripte per SCP Kopiert und in der LDAP Datenbank neue Passw\u00f6rter f\u00fcr die User vergeben und diese dann mit einem Besuch beim Kunden an die Mitarbeiter verteilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; finde ich meist Nervig.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-76","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-e-mail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":245,"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions\/245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.roellig-it.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}